Wo die Kreissägen der Begeisterung durch die Stille des Alltags schreddern und die Grenzen des noch nicht Gesagten zerschlagen werden. Da werden Zäune durchbrochen und im kleinen Garten der Gemeinschaft wächst der Baum der Kultur, durch dessen Blätter der Wind unserer Zeit weht und der ihm stetig neues Leben einhaucht.
– Leila Renn
Schreiben macht nicht nur den Kopf frei. Sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und reflektierte Gedanken und Erkenntnisse auf Papier (oder auf den Bildschirm) zu bringen erweitert den Raum für den öffentlichen Diskurs und hilft dabei, eine Stimmenvielfalt im Netz zu bewahren.
Wer schon einmal etwas von Morgenseiten gehört hat oder auch Tagebuch schreibt, weiß, wie gut das Schreiben auch für die persönliche Entwicklung sein kann. Selbstreflexion funktioniert nämlich nicht nur im Nachdenken über sich selbst, sondern am besten auch in Resonanz mit der Welt. Im öffentlichen Diskurs kommt deswegen noch eine wichtige Komponente hinzu: Die Reflexion von außen. Welches sind die Dinge, die mich gerade beschäftigen und wer hat sich wie schonmal mit einem Thema auseinandergesetzt? Machen andere gerade die selbe Erfahrung, wie ich? Welche Geschichten und Ideen sollten mehr in den Mittelpunkt rücken, um im Einklang mit den Entwicklungen der Zeit zu leben?
Wer viel denkt oder sogar alles zerdenkt, der muss auch mal loslassen und braucht eine Pause – und die verbirgt sich im Schreiben. Wenn das Lesen dann noch genau so viel Spaß macht, ist die Freude so groß, wie bei warmen, fluffigen Semmerln am Morgen!